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5 Gründe
gegen die Zuckersteuer

Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) und der Lebensmittelverband Deutschland lehnen Steuern auf einzelne Lebensmittel oder Nährstoffe, insbesondere eine Zuckersteuer, als Mittel staatlicher Konsumsteuerung ab. Solche Maßnahmen sind ineffektiv, verzerren den Wettbewerb, treffen vor allem Haushalte mit geringem Einkommen und widersprechen dem Prinzip des mündigen Bürgers.

Keine Wirkung auf eine gesundheitsförderliche Lebensweise

  • Übergewicht und Adipositas entstehen durch viele unterschiedliche Faktoren, die sich nicht durch eine Steuer auf einzelne Lebensmittel beeinflussen lassen.
     

  • Entscheidend sind der Gesamtkalorienkonsum und das Gleichgewicht zwischen Energieaufnahme und -verbrauch, nicht die Besteuerung einzelner Inhaltsstoffe.
     

  • Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen keinen nachhaltigen Einfluss solcher Steuern auf einen gesünderen Lebensstil.

2

Besonders belastend für einkommensschwache Haushalte

  • Familien mit geringem Einkommen geben anteilig mehr für Lebensmittel aus und würden durch zusätzliche Steuern besonders hart getroffen.
     

  • Steigende Preise könnten den Zugang zu bestimmten Produkten für finanziell schwächere Gruppen einschränken.

3

Risiken für die Wettbewerbsfähigkeit der Lebensmittelwirtschaft

  • Zusätzliche Abgaben erhöhen nicht nur die Kosten, sondern auch den bürokratischen Aufwand für Unternehmen und schwächen ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit.
     

  • Kleine und mittelständische Betriebe wären von höheren Produktionskosten besonders betroffen.
     

  • Produktionsverlagerungen ins Ausland und verstärkter Einkauf jenseits der Grenzen könnten wirtschaftliche Nachteile für Deutschland nach sich ziehen.

4

Gefährdung von Preisstabilität und Konsumklima

  • Eine solche Lenkungssteuer würde Lebensmittelpreise weiter steigen lassen und damit das allgemeine Preisniveau erhöhen.
     

  • In wirtschaftlich unsicheren Zeiten kann das zu zusätzlicher Kaufzurückhaltung führen.

5

Bevormundung der Verbraucherinnen und Verbraucher

  • Menschen sollten selbstbestimmt über ihre Ernährung entscheiden können.
     

  • Statt regulatorischer Maßnahmen sollten Aufklärung und Bildung gefördert und bezahlbare Bewegungsangebote für alle geschaffen werden, um langfristig einen gesunden Lebensstil zu unterstützen.
     

  • Die Lebensmittelwirtschaft trägt bereits aktiv bei, etwa durch ein breites Produktangebot für unterschiedliche Bedürfnisse und durch Reformulierungen sowie Produktinnovationen im Rahmen der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie (NRI) der Bundesregierung.

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