Bauernverband fordert: Keine Zuckersteuer durch die Hintertür
Auch die Landwirtschaft stellt sich klar gegen die geplante Zuckersteuer. Der Deutsche Bauernverband (DBV) appelliert an die Bundesregierung, die Steuer nicht über ein Gesetzespaket durch die Hintertür einzuführen.
Der Widerstand gegen die Zuckersteuer wird breiter. Am 12. Oktober 2026 hat sich DBV-Präsident Joachim Rukwied mit deutlichen Worten an die Bundesregierung gewandt. Seine Forderung: „Ziehen Sie die Zuckersteuer zurück!“
Rukwied argumentiert, dass Lebensmittel für alle bezahlbar bleiben müssen und nicht durch eine zusätzliche Steuer verteuert werden dürfen. Wer eine Steuer mit Gesundheitsschutz begründe, dürfe sie nicht zur Einnahmequelle für den Staat machen. Ernährungsverhalten lasse sich nicht über Abgaben steuern. Entscheidend sei vielmehr die Ernährungsbildung.
Der Bauernpräsident verweist zudem auf den Koalitionsvertrag. Dort setzen die Regierungsparteien auf Freiwilligkeit, Anreize und Eigenverantwortung. Eine Zuckersteuer sei dagegen ein staatlicher Eingriff, der nicht zu diesen Grundsätzen passe.
Belastung entlang der gesamten Kette
Nach Einschätzung des DBV schwächt die Steuer die Wirtschaft von der Landwirtschaft bis zum fertigen Produkt. Sie bringt mehr Bürokratie, zwingt Unternehmen zu Umstellungen in der Produktion und senkt die Erlöse landwirtschaftlicher Betriebe. Gerade in der angespannten wirtschaftlichen Lage der Landwirtschaft hält der Verband eine solche Steuer für inakzeptabel.
Gemeinsame Linie von Landwirtschaft und Ernährungsindustrie
Die Position des DBV deckt sich mit der Haltung der Ernährungsindustrie. Auch wir setzen auf Ernährungsbildung, Aufklärung und freiwillige Initiativen statt auf neue Verbrauchsteuern. Dass Landwirtschaft, Zuckerwirtschaft, Getränkebranche und Lebensmittelhersteller hier an einem Strang ziehen, zeigt: Die Zuckersteuer trifft die gesamte Wertschöpfungskette und am Ende die Verbraucher.



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