Zuckersteuer ist keine Lösung
Die Debatte um die Einführung einer Zuckersteuer wird derzeit intensiv geführt. Dabei werden häufig einfache Antworten auf ein komplexes Thema wie Ernährung und Gesundheit gegeben.
Unsere Position ist klar: Eine Steuer auf einzelne Lebensmittel greift zu kurz und löst die Ursachen von Übergewicht und ernährungsmitbedingten Erkrankungen nicht.
Auf dieser Seite ordnen wir die zentralen Argumente ein und erläutern die wichtigsten Gründe gegen die Einführung einer Zuckersteuer.
Die Zuckersteuer ist eine Teuersteuer und belastet Verbraucher zusätzlich.
Eine zusätzliche Steuer auf einzelne Lebensmittel führt unmittelbar zu höheren Preisen im Supermarkt. Besonders betroffen sind Haushalte mit geringem Einkommen, die einen größeren Anteil ihres Budgets für Lebensmittel ausgeben. Damit wirkt die Maßnahme sozial unausgewogen.
Die Zuckersteuer bringt den Menschen nicht mehr Gesundheit, nur dem Staat mehr Geld.
Es gibt keine belastbaren wissenschaftlichen Nachweise dafür, dass eine Zuckersteuer Menschen messbar gesünder macht oder Übergewicht auf Bevölkerungsebene reduziert. Die Studienlage zeigt vor allem Preis- und Reformulierungseffekte. Einnahmen flössen in den allgemeinen Staatshaushalt, nicht in Prävention oder an Krankenkassen.
Die Zuckersteuer hat dort, wo es sie gibt, beim Kampf gegen Übergewicht versagt!
Internationale Erfahrungen zeigen keine konsistenten, belastbaren Rückgänge von Übergewicht auf Bevölkerungsebene. Einzelne Studien finden Teil-Effekte in sehr kleinen Gruppen, aber keine klaren gesamtgesellschaftlichen Verbesserungen. Die Ursachen von Übergewicht sind komplex und multifaktoriell.
Die Zuckersteuer gefährdet Arbeitsplätze in Deutschland! ...
Steigende Preise dämpfen die Nachfrage und können zu einem Rückgang der Umsätze führen. Gerade mittelständische Hersteller geraten dadurch zusätzlich unter Druck, was Investitionen hemmt und Arbeitsplätze in Deutschland gefährdet.
Die Zuckersteuer beendet das Solidarprinzip in der Krankenversicherung!
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Die gesetzliche Krankenversicherung basiert darauf, dass alle gemeinsam Risiken tragen. Eine gezielte Besteuerung einzelner Konsumgewohnheiten verschiebt diese Logik hin zu einer individuellen „Verursacher“-Finanzierung. Das widerspricht dem Grundgedanken der solidarischen Absicherung.
Die Zuckersteuer wurde wegen Erfolglosigkeit in Dänemark gerade wieder abgeschafft!
Dänemark hat beschlossen, eine Steuer auf bestimmte zuckerhaltige Lebensmittel wieder abzuschaffen. Gründe waren das Fehlen klar nachweisbarer gesundheitlicher Effekte, der hohe bürokratische Aufwand und Ausweichkäufe im Ausland. Das zeigt, wie begrenzt die Wirkung solcher Eingriffe sein kann.
Die Zuckersteuer kann das GKV-Defizit nicht sanieren.
Die Einnahmen aus einer solchen Steuer wären im Verhältnis zu den Gesamtausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung gering. Zudem sind sie nicht zweckgebunden und fließen zunächst in den allgemeinen Haushalt. Strukturelle Probleme des Systems lassen sich so nicht lösen.
Die Zuckersteuer will den Menschen ihren Geschmack vorschreiben!
Die Steuer soll Konsumentscheidungen gezielt über den Preis beeinflussen. Damit greift der Staat nicht nur in die Rezepturhoheit der Unternehmen ein, sondern auch in die persönlichen Ernährungsgewohnheiten der Menschen. Das widerspricht dem Leitbild eines mündigen Verbrauchers, der selbst entscheidet, was er isst und trinkt.
Die Zuckersteuer führt zu Einfalt statt Vielfalt.
Eine Besteuerung bestimmter Rezepturen setzt einseitige Anreize und schränkt die Produktvielfalt ein. Hersteller passen Produkte primär an steuerliche Schwellenwerte an, statt an Verbraucherwünsche. Innovation wird dadurch eher gehemmt als gefördert.
Die Zuckersteuer verteufelt willkürklich eine Zutat.
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Zucker ist ein Bestandteil vieler Lebensmittel und eine wichtige Energiequelle des Körpers. Entscheidend ist die Gesamtbilanz von Ernährung und Lebensstil, nicht ein einzelner Inhaltsstoff. Eine isolierte Betrachtung greift wissenschaftlich viel zu kurz.